Der Wolpertinger

Willkommen

Der Wolpertinger ist ein Tier des bayerischen und alpenländischen Voralpenraums. Er gilt als überaus scheu und wurde bislang nur von wenigen, meist sehr durstigen Wanderern gesichtet. Charakteristisch ist sein zusammengesetztes Erscheinungsbild: Hasenkörper, Geweih, Flügel und manchmal Reißzähne werden ihm zugeschrieben.

Geheime Zubereitungsart des Wolpertinger-Bratens

Der Wolpertinger-Braten gilt als geheimnisvollste Spezialität des bayerischen Hochlands, und seine Zubereitung folgt einem Ritual, das seit Generationen unter Jagdgesellen in strengster Vertraulichkeit weitergegeben wird. Wer die Kunst erlernen will, muss zunächst drei Winter auf der Alm gedient haben – erst dann erhält er Einlass in den Kreis der Eingeweihten. Die eigentliche Zubereitung beginnt stets bei Neumond, wenn das Fleisch seine besonderen Eigenschaften am vollsten entfaltet. Es wird in einem Tongefäß über Lärchenholz gegart – für genau so viele Stunden, wie das erlegte Tier Geweihzacken hatte. Wer das Geheimnis unbefugt weitergibt, dem verwandelt sich fortan jeder Braten in einen geschmacklosen Hasenzimmer.

Aufzeichnungen altbayerischer Wirte

Die Aufzeichnungen altbayerischer Wirte aus dem 18. Jahrhundert sind ein oft unterschätztes Zeugnis des ländlichen Alltags – zwischen Schuldenlisten und Bierfässern finden sich darin mitunter kurze Notizen über durchreisende Händler, Wetterkapriolen und lokale Streitigkeiten, die kein offizielles Dokument je festhielt. Besonders wertvoll sind jene handgeschriebenen Wirtsbücher, in denen neben Speise- und Getränkepreisen auch Rezepte, Hausregeln und gelegentlich sogar Gerüchte verewigt wurden – ein einzigartiges Stimmungsbild einer Zeit, in der das Wirtshaus noch Rathaus, Nachrichtenamt und sozialer Mittelpunkt zugleich war.

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